Chronik 2000-2014

Dieser Artikel ist noch in Arbeit. An dieser Stelle finden Sie demnächst die Chronik von 2000 bis heute.

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Kurzübersicht

Aus der Erkenntnis heraus, dass für das kirchliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Gemeinde im musikalischen Bereich noch etwas fehlte, entstand die Musikvereinigung Neckarhausen.

Die Gründungsjahre

Herr Heinrich Betzwieser, ein begabter Dirigent, scharte einen Kreis musikbegeisterter junger Leute um sich, namentlich

  • Ludwig Betzwieser
  • Josef Fleck
  • Karl Hauck
  • Karl Krauß
  • Karl Kreter
  • Jakob Schlegel
  • Franz Schreckenberger
  • Johann Siebig
  • Valentin Siebig
  • Eduard Stahl und
  • Georg Stahl

Die regelmäßigen Proben begannen im August 1923. Durch eifriges Üben war es möglich, sich bereits am „Weißen Sonntag“ 1924 der Öffentlichkeit vorzustellen.

Am 17. Juni 1925 verstarb unerwartet der Gründer und Dirigent, Herr Heinrich Betzwieser im Alter von nur 47 Jahren. Sein Sohn Ludwig Betzwieser übernahm das Dirigentenamt und führte die Aufgabe im Sinne seines Vaters fort.

Im Jahr 1929 nahm man erstmals an einem Musikerwettstreit in Forst teil. Die noch junge Kapelle erreichte auf Anhieb den 1. Preis in ihrer Klasse, die Tagesbestleistung und den Dirigentenpreis. Dies war ein großer Tag für die Musikvereinigung Neckarhausen. Die stetige Aufwärtsentwicklung wurde jedoch durch die Kriegsereignisse jäh unterbrochen.

Erste Anzeichen eines Neuanfangs zeigten sich bereits im Jahre 1948. Die überlebenden Musiker und jüngere Interessenten machten es durch Fleiß und Begeisterung möglich, dass die Kapelle bereits 1949 wieder öffentlich auftreten konnte.

Die Jubiläumsjahre

1953 feierte man das 30-jährige Bestehen mit einem großen Musikfest; 1963, beim 40-jährigen Jubiläum, war man Ausrichter des Bezirksmusikfestes; 1973, zum 50jährigen Jubiläum, wurde uns diese Ehre erneut zuteil. 1998 feierte man das 75-jährige Bestehen mit einem Freundschaftsspielen. 2003 wurde das 80-jährige Bestehen in Form eines Jubiläumskonzerts mit Ehrungen durchgeführt.

Konzerte, Veranstaltungen, Partnerschaften

Weitere Höhepunkte waren in den folgenden Jahren die dargebotenen Konzerte, wobei der „Musikalische Abend“ im Frühjahr, der „Volksmusikabend“ im Herbst und das „Adventskonzert“ am 4. Advent zu festen Bestandteilen im kulturellen und musikalischen Leben der Gemeinde wurden. Auftritte bei Veranstaltungen jeder Art innerhalb und außerhalb der Gemeinde gaben Zeugnis vom Können der Musikerinnen und Musiker.

Besonderes Engagement zeigte man in Sachen „Partnerschaft“, wo die Musikvereinigung durch musikalische Mitgestaltung der Partnerschaftsfeiern seit 1967/68 im 10-Jahres-Rhythmus sowohl in Plouguerneau als auch in Neckarhausen immer uneigennützig mit an vorderster Stelle steht.

Bei vielen Musikfesten befreundeter Kapellen hat man mit Erfolg an Wertungs- oder Freundschaftsspielen teilgenommen. Als größter Erfolg der Nachkriegsgeschichte ist hier die Bewertung mit „sehr gut“ beim Wertungsspielen in der Mittelstufe 1996 in Wiesloch zu nennen. Aufgrund dieses hervorragenden Abschneidens erhielt die MVN erstmals eine Einladung des Blasmusikverbands zur Teilnahme beim Tag der Blasmusik im Rahmen der jährlich stattfindenden Kreiskulturtage und konnte dadurch weit über die Gemeinde hinaus auf sich aufmerksam machen.

Vom Freundeskreis zum Verein

Vorteilhaft wirkte sich die Änderung der Vereinsstruktur im Jahre 1957 aus. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters, Herrn Eduard Schläfer, wurde der Freundes- und Gönnerkreis gegründet.

1980 erfolgte die Umwandlung zum Verein und die Eintragung in das Vereinsregister. Dadurch wurde eine solide finanzielle Basis für den weiteren instrumentalen Ausbau des Orchesters geschaffen. Die erfolgreichen Auftritte der Musikvereinigung in den letzten Jahren zeigen, dass die Unterstützung durch die Mitglieder Früchte trägt.

Proberäume in der Graf-von-Oberndorff-Schule

Ein weiterer besonderer Meilenstein in der Geschichte der Musikvereinigung war die Übergabe der Proberäume in der Graf-von-Oberndorff-Schule durch Bürgermeister Werner Herold. Dank der wohlwollenden Unterstützung der Gemeinde Edingen-Neckarhausen und durch viele Stunden Eigenarbeit der Musiker entstand ein Probelokal, in dem sich die Musikerinnen und Musiker auf ihre Aufgaben bestens vorbereiten können.

Die Jugendarbeit der MVN

Ebenso positiv wirkten sich die neuen Proberäume auf die Jugendarbeit aus, die wirkungsvoll verbessert werden konnte. Auf Initiative des damaligen 1. Vorsitzenden, Herrn Herbert Autz, wurde in den Jahren 1986/87 ein Jugendorchester gegründet. Unterstützt haben ihn dabei die Jugendausbilder, die fast alle aus den eigenen Reihen kamen.

Das Jugendorchester hat bei vielen öffentlichen Auftritten sein Können bewiesen und sich in- und außerhalb der Gemeinde einen Namen gemacht. Durch viele Austritte in den letzten Jahren, die nicht durch neue Schüler ersetzt werden konnten, wurde im Jahre 2002 beschlossen, das Jugendorchester als eigenständige Abteilung aufzulösen. Die vorhandenen Jugendlichen werden in das Hauptorchester integriert.

Die Zukunft der Musikvereinigung

Gerade in den letzten Jahren hat eine enorme Weiterentwicklung des Vereins eingesetzt. So war es ein Verdienst des ehemaligen Dirigenten Michael Leibfried, dass es im Verein eine eigene Bigband gibt, die in den Jahren 1994 bis 2003 bei jedem Jahreskonzert mitwirkte. Auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen wird durch deren Mitwirkung bei den Konzerten immer mehr nach außen sichtbar.

Die Vorstände, Dirigenten und aktiven Musiker haben durch jahrzehntelanges Engagement die Musikvereinigung Neckarhausen so geschaffen, wie sie sich heute darstellt. Wohlwollend unterstützt wurde sie dabei von den Bürgermeistern Eduard Schläfer, Werner Herold, Roland Marsch und jetzt Simon Michler, durch die Gemeinderäte und durch Freunde, Gönner und Mitglieder aus allen Teilen der Bevölkerung. Die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und sonstigen Institutionen sowie der gute Zuspruch, den man immer wieder erfahren durfte, waren und sind positive Entwicklungsfaktoren. Allen gebührt der Dank der MVN, weil sie dazu beitragen, das Werk der Vereinsgründer nicht nur zu erhalten, sondern es auch auszubauen und lebendig zu gestalten. Vorstandschaft, Musikerinnen und Musiker sehen in alledem die Verpflichtung, in diesem Sinne weiterzuarbeiten.

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