Die Musikvereinigung
in der Presse 2017

Hier finden Sie Presse-Rezensionen und Artikel über die Musikvereinigung 1923 Neckarhausen e.V. aus dem Jahr 2017.

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Presse
  • RNZ

    Presseartikel vom 21. Dezember 2017

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    Nicoline Pilz

  • Redakteur

    Nicoline Pilz

Weihnachtskonzert am 17. Dezember 2017

Pressebericht RNZ vom 21.12.17
  • Mannheimer Morgen

    Presseartikel vom 19. Dezember 2017
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    Dietmar Thurecht
  • Redakteur

    Dietmar Thurecht

Weihnachtskonzert am 17. Dezember 2017

  • RNZ

    Presseartikel vom 11. Oktober 2017
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    Sturm
  • Redakteur

    Sturm

Oktoberfest im Glashaus 2017

  • RNZ

    Presseartikel vom 25. April 2017
  • Von

    joho

Jahreshauptversammlung 2017

  • RNZ

    Presseartikel vom 11. April 2017
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    Nicoline Pilz
  • Von

    Nicoline Pilz

Eine schiere Masse an Musikern

Foto: Pilz / RNZ

"Alle vertragen sich und haben Spaß": Jahreskonzert der Musikvereinigung Neckarhausen mit 60 Beteiligten von zehn bis 80 Jahren

Edingen-Neckarhausen. "Groß" ist ein Adjektiv, das gut zum Jahreskonzert der Musikvereinigung Neckarhausen (MVN) passt: Eine außerordentliche Bühne in der Eduard-Schläfer-Halle, sehr viele Stühle darauf, am Rand dekoriert mit vielen Frühjahrsblühern und Bäumchen. Dirigent Csaba Asbóth hatte das diesjährige Programm mit Musik aus Filmen und Serien eigens so ausgewählt, dass das Jugendblasorchester "Windstärke 08" zusammen mit dem Hauptorchester spielen konnte.

Und so standen da 60 Musiker im Alter von zehn bis 80 Jahren gemeinsam auf der Bühne: "Alle vertragen sich und haben Spaß", versicherte MVN-Vorsitzender Werner Simon, der sich sehr über die sehr gute Besucherresonanz und den Applaus zum Einmarsch der beiden Orchester freute.

Und in Erwähnung des Lutherjahres brachte Simon auch ein Zitat des Theologen und Reformators an: "Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich, und man vergisst über sie alle Laster." Mag sein, dass der gute Doktor Martinus Luther da ein wenig idealistisch-überschwänglich war. Tatsache aber ist, dass dieses Konzert seine Zuhörer vom ersten bis zum letzten Ton bei bester Laune hielt.

Satte Bläserklänge, kraftvolle Schlagzeugwirbel und pfiffige Percussion-Akzente zeichneten gleich die ersten beiden Original-Kompositionen "Due North" und "Celebration and Song" aus. Eine farbenreiche Instrumentierung in großer Klangfülle - kein Wunder angesichts der schieren Masse an Musikern.

Doch Asbóth war es auch gelungen, aus der reinen Quantität eine nach außen wirkende homogene Einheit zu formen, die Klasse hatte und die dramaturgischen Funktionen von Filmmusik - unter anderem Atmosphäre und Emotionen herzustellen - glaubwürdig inszenierte. So auch bei "I see you" aus James Camerons technisch bahnbrechendem Science-Fiction-Werk "Avatar", gesungen von Leona Lewis. Großes Kino und Gänsehaut-Momente gab es während dieses Konzerts häufiger. Auch bei "Nessaja", dem wohl populärsten Werk aus Peter Maffays Reihe um den kleinen Drachen "Tabaluga".

Jüngere und ältere Musiker agierten präzise, etliche zählten lautlos mit, um ja nicht einen ihrer vielen Einsätze zu verpassen, die die rhythmisch oft herausfordernd wechselhaften Kompositionen mit sich brachten.

Eine schnelle, ja rasante Nummer mit überraschend abruptem Ende war die Titelmelodie von "Hawaii Five-O"; neben der genauso bekannten und beliebten Musik zur US-Actionserie "A-Team" um eine schräge Macho-Eingreiftruppe, ein kleiner Beweis dafür, dass Filmmusik manchmal besser sein kann als der Inhalt auf der Leinwand.

Schön, dass Asbóth kurze und kurzweilige Informationen zu den Titeln einstreute. Verbunden mit dem Tipp, nach dem grandiosen James-Bond-Medley in der Pause lieber einen "Schriesecco" zu ordern, weil es Martini "geschüttelt, nicht gerührt" am Getränkeausschank nicht gebe.

Immer wieder sorgten das "große" und das "kleine" Orchester unter dem präzisen und humorvollen Dirigat ihres Leiters für Überraschungen. Kurz nach einem bezaubernden Medley aus den bekanntesten Walt-Disney-Filmen wurde es marschmäßig-patriotisch: "Stars and Stripes forever" schrieb John Philip Sousa, der "König der Marschmusik". Präsident Ronald Reagan war davon so beeindruckt, dass er den Titel 1987 zum Nationalmarsch erklärte.

Mit der "inoffiziellen Nationalhymne der Blasmusik", so Asbóth, ging es mit "Böhmischer Traum" weiter. Ein Abend zum Niederknien und zum Dahinschmelzen - unbedingt auch bei Bryan Adams’ Schmusenummer "Everything I do" aus "Robin Hood" mit dem feschen Kevin Costner.

14 Titel nebst Zugaben waren fürs Publikum ein großes Fest, für die teils jungen Musiker selbst wohl durchaus anstrengend. Anmerken ließen sie sich das nicht.

Quelle: RNZ